Granada, Spanien

Foto-Spot in Granada

Der Mirador de San Miguel Alto bei Sonnenuntergang

Der höchste Aussichtspunkt über dem Albaicín: die Alhambra frontal von der Abendsonne beleuchtet, dahinter die Sierra Nevada, unten die ganze Stadt.

Über Der Mirador de San Miguel Alto bei Sonnenuntergang

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Den Mirador de San Nicolás kennt jeder; San Miguel Alto liegt zweihundert Meter höher, neben einer kleinen weißen Kapelle auf dem Kamm über dem Albaicín. Von hier ist die Alhambra nicht das Einzige im Bild: Dazu kommen die weißen Dächer des Albaicín, die im Vordergrund abfallen, links die Höhlenhäuser des Sacromonte und hinten die Sierra Nevada.

Entscheidend ist die Ausrichtung. Der Aussichtspunkt zeigt ungefähr nach Osten, die Sonne geht also im Rücken unter und trifft die Mauern der Alhambra frontal: Das viel beschriebene rote Leuchten gibt es wirklich, und es hält etwa fünfzehn Minuten. Der Sonnenaufgang dreht das um — der Palast wird zur Silhouette vor hellem Himmel, ein ganz anderes und viel ruhigeres Bild.

Der Aufstieg ist der Preis. Von der Plaza Larga sind es steile fünfundzwanzig bis dreißig Minuten über aufgebrochene Wege ohne Schatten, oder eine Taxifahrt fast bis nach oben. Oben gibt es nichts: kein Wasser, keine Toilette, kein Geländer an der Abbruchkante.

Im Sommer füllt sich der Platz mit Leuten, die Gitarren mitbringen und bis in die Nacht bleiben; im Winter oder unter der Woche gehört die Mauer womöglich euch allein. Plant den Abstieg: Der Weg zurück ist unbeleuchtet und im Dunkeln ungemütlich — also ein Taxi bestellen oder absteigen, solange es hell ist.

Beste Zeit zum Fotografieren

Die letzten zwanzig Sonnenminuten; der Sonnenaufgang für Silhouette und leeren Kamm

Tipps

Fünfundzwanzig Minuten bergauf über grobe Wege, oben weder Wasser noch Schatten. Den Rückweg vor der Dunkelheit organisieren.

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