Fotoshooting in Andalusien: Sevilla, Granada, Córdoba im Vergleich
Andalusien ist das Spanien, das die meisten im Kopf haben: Kalk, Azulejos, Orangenbäume, Innenhöfe. Drei Städte tragen den Großteil davon, und sie unterscheiden sich stärker, als es aussieht.
Sevilla — die unkomplizierteste
Die Plaza de España ist vermutlich die eindrucksvollste städtische Kulisse des Landes: ein Halbrund von zweihundert Metern mit Kanal, Kachelbrücken und Türmen. Sie ist öffentlich, kostenlos und so groß, dass fast immer ein freier Abschnitt zu finden ist.
Das Barrio de Santa Cruz sind weiß gekalkte Gassen mit Orangenbäumen und Geranien hinter Gittern — morgens menschenleer. Las Setas liefern den modernen Kontrapunkt: die größte Holzkonstruktion der Welt mit einem gewellten Steg obenauf.
Der entscheidende Vorteil: alle drei sind eben, frei zugänglich und ohne Zeitfenster-Ticket nutzbar.
Granada — die spektakulärste und die reglementierteste
Die Alhambra ist Spaniens meistbesuchtes Monument: Zeitfenster, begrenzte Kontingente, in der Saison Wochen im Voraus ausgebucht, und für professionelle Aufnahmen im Inneren gelten eigene Regeln.
Die gute Nachricht: das bekannteste Bild Granadas entsteht nicht in der Alhambra, sondern gegenüber. Der Mirador de San Nicolás zeigt die Festung auf dem Hügel und dahinter die Sierra Nevada — von Dezember bis Mai mit Schnee. Dafür braucht es kein Ticket.
Die Gassen des Albaicín sind ein maurisches Labyrinth am Hang, der Sacromonte ergänzt Höhlenwohnungen und eine andere Perspektive.
Córdoba — eine Frage des Kalenders
Die Mezquita mit ihrem Säulenwald hat in Europa nichts Vergleichbares. Für Aufnahmen im Inneren gelten allerdings Auflagen; frei zugänglich und sehr lohnend ist der Patio de los Naranjos davor.
Die Judería ist um acht Uhr morgens leer und um zehn nicht mehr. Und in den ersten beiden Maiwochen öffnen die berühmten Patios — großartig anzusehen und die schlechteste Zeit für ein ruhiges Shooting.
Welche Stadt für wen
- Erstes Mal, ohne Komplikationen — Sevilla.
- Das Bild, das beeindruckt — Granada, vom Mirador.
- Mit Kindern, älteren Angehörigen oder wenig Kondition — Sevilla. Der Albaicín ist durchgehend Steigung auf grobem Pflaster.
- Im Winter — Granada wegen des Schnees, aber warm anziehen.
- Im Hochsommer — Granada, weil es auf siebenhundert Metern liegt und die Nächte abkühlen.
Die Hitze ist kein Detail
Córdoba und Sevilla gehören zu den heißesten Städten Europas; im Juli und August sind vierzig Grad normal. Zwischen zwölf und neunzehn Uhr findet draußen nichts statt.
Es bleiben zwei Fenster: sieben bis halb zehn morgens und die letzte Stunde vor Sonnenuntergang, die im Juni erst gegen 21:30 Uhr beginnt.
Vollständige Stadtführer gibt es zu Sevilla, Granada und Córdoba; wer arbeitet, steht unter Sevilla, Granada und Córdoba.
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