Fotoshooting an der Costa Brava: Buchten, Pinien und Morgenlicht

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Viele buchen ein Shooting in Barcelona und wissen nicht, dass anderthalb Stunden nördlich eine Küste liegt, die mit der Stadt nichts gemein hat: Felsklippen, Pinien bis ans Wasser, winzige Buchten mit sehr klarem Meer. Wenn die Reise einen Tagesausflug hergibt, verändert die Costa Brava das Ergebnis stärker als jede Entscheidung über das Stadtviertel.

Cadaqués

Cadaqués ist ein Dorf aus weiß gekalkten Häusern über einer felsigen Bucht, mit gepflasterten Gassen am Hang und ausgezogenen Booten. Das Dorf von Dalí, und bis heute mit dieser merkwürdigen Mischung aus Abgeschiedenheit und Eleganz.

Man erreicht es über eine kurvige Bergstraße — das hat es vor dem Beton bewahrt. Von Barcelona sind es rund zweieinhalb Stunden. Das ist kein kurzer Abstecher, das ist ein Tag.

Am besten: die Bucht am frühen Morgen, wenn das Wasser still ist und das Weiß der Fassaden zurückwirft. Die Kirche Santa Maria oben liefert den Gesamtblick.

Tossa de Mar und der Camí de Ronda

Tossa de Mar hat etwas, das kein anderer Ort dieser Küste hat: eine mittelalterliche Wehrmauer mit Türmen, die bis ans Meer hinabläuft. Es ist die einzige erhaltene mittelalterliche Befestigung der katalanischen Küste.

Von dort führt der camí de ronda an den Klippen entlang. Dort entstehen die besten Bilder der Region: Pinie, grauer Fels, türkises Wasser unten und kein Gebäude im Bild. Man läuft dort — mit passendem Schuhwerk.

Tossa liegt eine gute Stunde von Barcelona entfernt und ist damit die realistische Option für einen halben Tag.

Girona, wenn es Stadt sein soll

Die Kathedralentreppe und die Häuser am Onyar sind ein anderes Register: mittelalterliche Altstadt, eines der besterhaltenen jüdischen Viertel Europas und farbige Fassaden, die sich im Fluss spiegeln.

Die neunzig barocken Stufen der Kathedrale beeindrucken in echt deutlich mehr als auf Bildern. Um acht Uhr leer, um elf nicht mehr.

Girona ist 40 Minuten mit dem AVE entfernt — weniger, als man in der Hauptverkehrszeit braucht, um Barcelona zu durchqueren.

Der Punkt, der alles entscheidet: die Ausrichtung

Die Küste schaut nach Osten. Die direkte Folge:

  • Morgens geht die Sonne über dem Meer auf und beleuchtet die Buchten von vorn. Klares Licht, leuchtendes Wasser, gute Gegenlichter.
  • Abends geht sie hinter den Bergen unter, nicht über dem Wasser. Die Buchten liegen früher im Schatten, als man erwartet.

Anders gesagt: an der Costa Brava bringt der Sonnenaufgang mehr als der Sonnenuntergang — umgekehrt als in fast ganz Spanien. Mehr zur Tageszeit.

August: nein

Im August nimmt die Costa Brava halb Europa auf. Die kleinen Buchten — also fast alle — haben keinen Platz mehr, die Straße nach Cadaqués wird zur Schlange, die Unterkünfte verdreifachen sich.

Juni und September bieten dasselbe Meer mit der Hälfte der Menschen. Mai und Oktober sind zum Baden kühler, zum Fotografieren perfekt: grün, weiches Licht, leere Dörfer.

Praktisch

  • Richtige Wanderschuhe für den Camí de Ronda: Erd- und Felspfad, keine Promenade.
  • Die Tramuntana kann ohne Vorwarnung auffrischen, besonders um Cadaqués. Dann sind Haare und leichte Stoffe nicht mehr zu kontrollieren.
  • Das Wasser ist klar, der Fels rutschig. Vorsicht bei Aufnahmen im Wasser.
  • Gegen Pinie und grauen Fels funktionieren warme Töne: Creme, Terrakotta, Senf. Marineblau geht vor dem Meer verloren. Mehr dazu.

Sie können sehen, wer an der Costa Brava und in Girona arbeitet.

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