Barcelona oder Madrid für ein Fotoshooting? Ein ehrlicher Vergleich

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Die Frage kommt bei fast jeder Spanienreise, und die Antwort hängt an einem Punkt, den kaum jemand zuerst bedenkt: wie viele Auflagen Sie bereit sind hinzunehmen.

In einem Satz

Barcelona hat mehr Kulissen auf kleinerem Raum — Mittelalter, Modernismus, Stadtberg und Mittelmeer — und dafür Tickets, Zeitfenster und Menschenmengen. Madrid hat weniger Berühmtes und praktisch keine Auflagen: Man geht hin und fotografiert.

Barcelona: mehr Vielfalt, mehr Aufwand

Die Mosaikterrasse im Park Güell ist das Bild, für das die meisten kommen. Sie liegt in der kostenpflichtigen Zona Monumental, der Zutritt ist zeitgebunden, in der Saison sind die Tickets Wochen vorher weg — und der Fotograf braucht ein eigenes.

Die Carrer del Bisbe im Gotischen Viertel ist um acht Uhr leer und um elf eine Warteschlange von Fotografierenden. Die Bunkers del Carmel geben die ganze Stadt von oben, die Barceloneta das Meer.

Vier völlig verschiedene Kulissen, alle mit zehn Minuten Metro erreichbar. Das ist der eigentliche Vorteil — und der Preis dafür ist Planung.

Madrid: weniger berühmt, deutlich entspannter

Der Templo de Debod ist ein ägyptischer Tempel in einem Park, mit Wasserbecken davor und dem besten Sonnenuntergang der Stadt. Kostenlos, ohne Ticket, ohne Zeitfenster.

Der Kristallpalast im Retiro ist ein Glasgewächshaus von 1887 am See — Eintritt frei, weiches Licht von allen Seiten. Die Plaza Mayor und La Latina sind das alte Madrid aus Ocker und Bögen.

Nichts davon verlangt ein Ticket mit Uhrzeit. Wer eine Stunde Zeit hat und nicht vier Wochen vorher plant, ist in Madrid klar besser aufgehoben.

Die Unterschiede, die tatsächlich entscheiden

Das Meer. Barcelona hat es, Madrid nicht. Wenn Strandbilder dazugehören sollen, ist die Frage beantwortet.

Der Aufwand. Barcelona verlangt Vorlauf. Madrid nicht.

Die Menschenmenge. Barcelona ist eine der meistbesuchten Städte Europas. Madrid ist voll von Madrilenen.

Das Klima. Madrid liegt auf 650 Metern in der Meseta: trockener, im Sommer heißer, im Winter kälter, dafür mit sehr klarer Luft. Barcelona ist mediterran und ganzjährig milder.

Die Tagesausflüge. Von Madrid sind Toledo und Segovia 30 Minuten mit dem AVE entfernt — zwei Weltkulturerbestädte. Von Barcelona erreicht man Girona, Sitges und die Costa Brava. Beide Seiten stark, in verschiedene Richtungen.

Welche für wen

  • Erstes Mal in Spanien, mit Meer — Barcelona.
  • Wenig Zeit, keine Lust auf Planung — Madrid.
  • Mit kleinen Kindern oder älteren Angehörigen — Madrid: der Retiro ist eben und nah, Park Güell ist ein Hügel mit Treppen.
  • Im Hochsommer — Barcelona, wegen der Meeresbrise.
  • Im Winter — Madrid: kalt, aber die klarste Luft des Jahres und leere Straßen.
  • Architektur als Hauptmotiv — Barcelona, ohne Diskussion.

Und wenn beides geht

Zweieinhalb Stunden mit dem AVE. Viele machen ein Shooting in jeder Stadt und kommen mit zwei Serien zurück, die nichts gemein haben.

Vollständige Führer zu Barcelona und Madrid; wer arbeitet, steht unter Barcelona und Madrid.

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