Die beste Reisezeit für Fotos in Spanien, Region für Region

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Spanien wird gern als eine Destination behandelt, und fotografisch ist das der teuerste Denkfehler. Zwischen der Kantabrischen Küste und Gran Canaria liegen andere Klimazonen, nicht nur andere Landschaften.

Andalusien: März bis Mai, Oktober und November

Sevilla und Córdoba gehören zu den heißesten Städten Europas. Im Juli und August sind vierzig Grad normal, und zwischen zwölf und neunzehn Uhr findet draußen schlicht nichts statt.

Im Frühjahr und Herbst ist es angenehm, die Städte sind belebt und die Orangenbäume tragen. Der Winter ist mild und sehr leer.

Zwei Wochen zum Vormerken oder Meiden, je nach Absicht: die Semana Santa und die Feria de Abril in Sevilla — beeindruckend, und die schlechtesten Wochen für ein ruhiges Shooting. Ebenso die ersten beiden Maiwochen in Córdoba, wenn die Patios öffnen. Mehr zu Andalusien.

Mittelmeerküste und Barcelona: Mai, Juni, September, Oktober

Juli und August sind heiß und voll, die kleinen Buchten haben keinen Platz mehr. September ist oft der beste Monat überhaupt: warmes Meer, kürzere Schlangen, weiches Licht.

Der Winter an der katalanischen Küste ist mild und klar — Barcelona im Januar ist fotografisch stark unterschätzt. Mehr zu Barcelona.

Balearen: Mai, Juni, September, Oktober

Dieselbe Logik, verschärft: im August ist die Insel voll und teuer, im Mai ist sie grün und leer. Und ein Zeitfenster, das kaum jemand nutzt: Februar bis April auf Mallorca, wenn die Mandelblüte kommt und die Tramuntana in einem Zustand ist, den der Sommer nie erreicht. Mehr zu Mallorca.

Kanaren: Dezember bis März

Die Ausnahme von allem. Zwanzig bis vierundzwanzig Grad im Januar, klare Luft, tief stehende Sonne, die Struktur in Dünen und Lavafeldern erzeugt.

Es ist das einzige Stück Europa, auf dem im Winter verlässlich draußen fotografiert werden kann. Der Sommer ist dort dunstig und voll — die Kanaren sind auch fotografisch eine Winterdestination. Mehr zu den Kanaren.

Der grüne Norden: Juni bis September

Baskenland, Galicien, Kantabrien folgen einer anderen Regel: Der Sommer ist dort die beste Zeit, weil er die stabilste ist. Und selbst dann kann es regnen — das gehört zum Nordklima.

Der Vorteil: die weichste Lichtqualität des Landes. Bedeckter Himmel wirkt wie ein riesiger Diffusor, und die nutzbare Zeit dehnt sich über den ganzen Tag statt über zwei kurze Fenster. Mehr zur baskischen Küste.

Die Uhrzeit schlägt die Jahreszeit

Ein oft unterschätzter Punkt: In Spanien geht die Sonne sehr spät unter. Ende Juni erst nach 21:25 Uhr in Barcelona, nach 21:45 in Madrid. Ein Shooting „zur goldenen Stunde“ liegt im Sommer also später, als deutsche Gäste einplanen — und im Dezember bereits gegen 17:30 Uhr.

Selbst der schlechteste Monat wird brauchbar, wenn die Uhrzeit stimmt. Andalusien im August funktioniert — um sieben Uhr morgens. Mehr zur Tageszeit.

Kurzfassung

  • Andalusien und Inneres: Frühjahr und Herbst, Winter als Geheimtipp.
  • Mittelmeer und Balearen: Mai/Juni und September/Oktober.
  • Kanaren: Winter.
  • Norden: Hochsommer.
  • Immer: früh morgens oder in der letzten Stunde vor Sonnenuntergang.

Sie können einem Fotografen Ihre Daten schildern und fragen, wie das Licht in Ihrer Woche steht.

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